Olympic National Park – Erlebnisbericht

Olympic National Park liegt weit abseits der üblichen Reiserouten, ein Besuch ist aber absolut empfehlenswert. Jedoch sollte man mindestens 2-3 Tage auf der Halbinsel einplanen. Denn der Nationalpark bietet bei einem Besuch die Möglichkeit gleich drei verschiedene Ökosysteme zu erleben. Gebirgswälder und große Wiesen mit herrlichen Wildblumen, gemäßigter Regenwald und die schroffe Pazifikküste mit großen Treibholzstämmen.

Olympic Nationalpark

Reisezeit

Auch die Reisezeit sollte überdacht werden. Die Olympic Halbinsel kann zwar das ganz Jahr über besucht werden. Jedoch sollte man seinen Besuch auf den Sommer legen, da das die “trockene” Jahreszeit ist. Im Winter dagegen ist Regenzeit. Bei einem Besuch sollte man egal zu welcher Jahreszeit, immer auf kühle Temperaturen, dichten Nebel und Regen gefasst sein. Ist dann aber doch sonniges Wetter, zeigt sich die Natur in wunderschönen leuchtend grünen Farben.

Stationen auf der Olympic Halbinsel

Ich selbst habe den Park drei Tage lang besucht. Natürlich konnte ich so nur einen Bruchteil erkunden. Hier aber kurz mein Eindruck. Vorneweg, die Anfahrt ohne Fähre ist wirklich mühsam. Auch im Park kommt man nur recht langsam voran. Besonders weil die Besucherzentren nur über enge Stichstraßen zu erreichen sind. Das soll nicht entmutigen, aber doch bei der zeitlichen Planung  bedacht werden.

Sol Duc

Nach einem Blick in meinen Reiseführer wollte ich zunächst Sol Duc und die dort befindlichen Hot Springs besuchen, bei denen es Badebecken mit verschiedenen Wassertemperaturen geben soll. Toll, dachte ich, klingt gut. Im nach hinein, war der Besuch dort eher eine Enttäuschung.

Ich habe mit natürlichen Becken gerechnet, stattdessen erinnerte mich das Bad eher an ein hiesiges Schwimmbad, wenn auch schöner im Wald gelegen. Leider war das Bad dazu auch noch völlig überfüllt. Eine entspannte Atmosphäre sieht für mich anders aus. Also ging es die lange Stichstraße zurück auf  die 101.

Eine Empfehlung kann ich also nur den badewütigen unter euch Aussprechen. Aber überzeugt euch unter diesem Link selbst.

Rialto Beach

Was für ein Strand! Rialto Beach lädt zum Spazieren und Verweilen ein. Das Besondere an diesen Strand sind nicht nur die kreuz und quer liegenden Treibholzstämme oder der vom Wetter gezeichnete Wald direkt am Strand, sondern auch der Strand selbst. Er besteht aus  großen und kleinen glatten Steinen, die alle erdenklichen Farben aufweisen: von terrakotta über meeresgrün bis lavendelblau. Ein wirklich toller Ort.

Mein Fazit: absolut empfehlenswert!

Forks

Auf der Halbinsel Olympic im Nordwesten von Washington State liegt unter einer selten aufreisenden Wolkendecke eine bedeutungslose, kleine Stadt namens Forks.
– Stephenie Meyer, Biss zum Morgengrauen –

Als Twilight-Leserin wollte ich natürlich das Städtchen Forks kennenlernen. Und tatsächlich ist es genauso klein und bedeutungslos wie im Buch beschrieben. Bis auf eine Touristeninformation mit Holzfällerdenkmal und ein paar Übernachtungsmöglichkeiten gibt es wirklich nichts zu sehen. Nur ein Fan der Twilight-Buchreihe wird dort auf seine Kosten kommen.

In der Touristeninformation ist eine Stadtkarte erhältlich, auf der alle wichtigen Schauplätze der Biss-Reihe eingezeichnet sind. Auf einer Rundtour mit dem Auto kann also das Krankenhaus, das Haus der Cullens oder auch die Forks High School besichtigt werden. Alle Filmfans dagegen könnten ebenfalls enttäuscht sein. Die Drehorte der Filmes stimmen meistens nicht mit denen in der Stadt überein.

La Push und First Beach

Nur durch eine Flussmündung getrennt liegt La Push, ein Dorf im Indianerreservat der Quileute, gleich neben Rialto Beach. Auch hier ist nicht viel los. Um ehrlich zu sein machte es einen etwas hoffnungslosen Eindruck. Also geht lieber an den Strand, der sich wunderbar links und rechts von La Push ausbreitet.

Hoh River Rain Forest

So grün alles: die Bäume, deren Stämme mit Moos überwachsen waren und deren Äste und Blätter ein Dach bildeten. Der Boden war von Farnen bedeckt, und selbst das Licht, das durch das Laub fiel, war grünlich.
Stephenie Meyer, Biss zum Morgengrauen

Einmal auf der Olympic Halbinsel sollte man auf jeden Fall dem Rain Forest Visitor Center einen Besuch abstatten. Hier sieht man den gemäßigten Regenwald in voller Pracht. Es gehen vom Parkplatz zwei relativ kurze Wander- bzw. Spazierwege ab.

Zum einen Hall of Moses, ein wirklich kurzer und absolut lohnenswerter Rundgang, für alle, die nicht viel Zeit haben. Zum anderen der Spruce Nature Trail. In den Reiseführern wird der zwar gerne als Randprogramm aufgeführt, ist aber auch absolut empfehlenswert, schon allein weil die meisten Touristen diesen Pfad nicht gehen und man so den Regenwald in Ruhe genießen kann.

Wer wirklich wandern möchte kann sich immer noch den Hoh River Trail vornehmen. Dieser führt 28 km weit durch den Wald bis hin zum Mount Olympus.

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